Interview mit Judith Laverna

Die Autorin studiert Klassische Philologie (Latein) und Geschichte. Sie hat ihren lang gehegten Traum verwirklicht und nach vielen Fantasy-Geschichten Band 1 der Elfen-Trilogie veröffentlicht: Den High-Fantasy Roman Martyr Art.
Zurzeit arbeitet sie an verschiedenen Projekten und an Band 3 der Trilogie.

 

 FRAGE: Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Eigentlich ganz von allein. Ich hab schon als Kind gern Geschichten geschrieben, und da ich die Elfentrilogie schon so lange im Kopf hatte, ging das Aufschreiben irgendwann ganz von selbst.

(Sehr cool :))

FRAGE: Wie bist du zu der Idee zu Martyr Art gekommen?

Auch ganz von selbst 😀 Die Geschichte und die Figuren haben sich bei mir irgendwie über Jahre hinweg im Kopf entwickelt und immer weiter ausgestaltet… ich bin ein extremer Tagträumer, vielleicht auch deshalb. Ich hatte die Idee nicht über Nacht. Es ist vielmehr so gewesen, dass sich viele Dinge aus meinem Leben, Gefühle, Erlebnisse, ich selbst, zu einer Art Geschichte zusammengesetzt haben. Es hat sich irgendwie ganz von allein eine eigene Welt geschaffen.

(Wow das hört sich mega an. Für sowas bin ich einfach zu festgefahren. Tagträumer ja aber dann bin ich halt schon in den vorhandenen Fantasy Welten)

FRAGE:  Was machst du, wenn es mit dem Schreiben nicht voran geht?

Hihi, ja, das hatte ich früher auch… aber irgendwie wurden aus „fremden“ Fantasiewelten schnell eigene bei mir. Wenn ich mal keine Ideen habe zum Schreiben, lass ich’s. Denn ich will, dass es richtig gut wird und das geht nur, wenn ich voll dabei bin mit ganzen Herzen. Und einem gewissen Plan. Außerdem soll es Freude machen, deshalb zwinge ich mich niemals dazu. Ist aber alles kein Problem – denn ich bin ja an keinen Verlag oder Zeitplan gebunden, deshalb sind schreib-freie Phasen auch mal ganz nett, denn in denen sammeln sich dann – beim Tagträumen – auch bald wieder ganz viele neue Ideen und Szenen…

(Das ist richtig toll. Schön, dass es noch Leute gibt die dann keine Panik bekommen und es locker angehen)

Danke 🙂 Aber manche können ja leider auch nicht anders wegen Abgabeterminen.

FRAGE: Was für eine Verbindung hast du zu deinen Charakteren? Hast du durch sie irgendwas lernen können? Wie haben sie dich geprägt und anders herum?

Ich bin extrem mit meinen Charakteren verbunden. Vielleicht merkt man das auch, vor allem, wenn man mich ein bisschen kennt. Das gilt natürlich vor allem für die Protagonistin, aber auch für die anderen. Da sich die ganze Geschichte im Prinzip aus meinem Leben, meinen Träumen, Gedanken und Erlebnissen ergeben hat, kann man schon sagen, dass in Ayleen ein seeehr großes Stück von mir steckt. Sie beeinflusst mich und umgekehrt. Irgendwie sind wir immer auf demselben Stand. Aber auch in den anderen Figuren steckt viel von mir. Ich liebe sie auch teilweise einfach unheimlich. Aber sie führen manchmal auch echt ein Eigenleben. Lernen konnte ich, dass man sich immer weiter entwickelt… und verändert. Denn das haben die Charaktere auch getan, und sie tun es momentan immer noch.

(Das ist wundervoll. Ich kann mir das richtig vorstellen:))

FRAGE: Welchen Protagonisten magst du besonders und welchen am wenigsten?

Oh das ist ja lieb 🙂 Am wenigsten mag ich Viktor. Am meisten… das ist schwierig, weil ich mich nicht wirklich entscheiden kann. Vor allem, weil es in Band 3 einen neuen Charakter gibt, den die Leser noch nicht kennen und dessen Namen ich nicht verraten kann. Der wäre nämlich auch ein ziemlich starker Anwärter auf den Posten… aber weil der noch geheim bleiben muss, nehme ich… ähm. Veloron oder John? Das ist echt DIE Frage 😂 Sucht euch einfach einen aus davon. Ich kann mich da nicht entscheiden 😱

Warum? Weil ich beide charakterlich interessant finde… und sie unheimlich viel Spaß machen zu schreiben!

(Waaaas? Wieso Viktor? 😨

Wieso Veloron?

Hahaha du machst mich fertig)

Na ja, weil ich ihn wiederum charakterlich uninteressant finde… Viktor ist immer nur so nett (zumindest in Band 1… wartet mal ab). Er hat seine Funktion, aber die Geschichte braucht ihn nicht mehr wirklich, deshalb hab ich auch gedanklich da mit ihm abgeschlossen. Und er macht nicht wirklich Spaß zu schreiben, das ist anstrengend, tatsächlich machen diejenigen Charaktere am meisten Spaß, die sich richtig über irgendwas aufregen, ihre Macken und Eigenarten haben oder einfach total fies sind.

Wieso Veloron? Wirst du nach Band 3 spätestens verstehen 😉

Hoffe ich

(Okay. Das kam unerwartet. Ach Mensch du machst mich sowas von Neugierig. Hammer)

FRAGE: Im Moment schreibst du ja im Fantasy Bereich, willst du dich irgendwann auch an anderen Genres versuchen?

Oooh 😁 Ja, warum nicht. Hab ich zwar noch nie gemacht, aber ich möchte ja auch weiterkommen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, was im SciFi Bereich zu schreiben oder auch einfach ein modernes Setting zu nehmen. Aber noch nicht heute und morgen, ich hab da noch so viele andere Projekte auf dem Stapel

(SciFi würde mich ja auch interessieren. Ich werde dich Stalken, zumindest bezüglich deiner Bücher)

FRAGE: Wie findet dein Umfeld, dass du schreibst?

Haha okay 😀 Super 🙂 Hmm, ich denke, meine Familie findet das schon toll. Mein Freund gehört zu meinen Lieblingslesern, vielleicht, weil er mich so gut versteht. Und meine beste Freundin unterstützt mich auch, wenn sie kann, das hat sie immer

(Also hast du volle Unterstützung, ich finde sowas immer sehr wichtig. Ich denke es gibt sehr oft das Gegenteil)

Wirklich? Es gibt Autoren, wo die Familie das nicht gut findet? Aber schreiben ist doch… was Sinnvolles

(Ich habe es schon öfter gehört. Von wegen sie sollen doch bitte was richtiges machen und dass man vom Schreiben nicht leben kann etc. Mich hat das auch sehr überrascht. Wer weiß wie viele tolle Geschichten deswegen nicht gibt)

Ernsthaft? Wie furchtbar. Man muss ja auch nicht davon leben können, oder, wer kann das denn schon? Ich jedenfalls nicht und für mich ist es auch eher ein extrem erfüllendes Hobby und kein Beruf. Wäre natürlich schön, aber was will man machen?

FRAGE: Gibt es eine bestimmte Tageszeit bei der du am liebsten schreibst?

Ich mag morgens denke ich lieber als mitten am Tag.

(Wieso morgens?)

Weil ich morgens den Kopf freier habe und es ist noch so schön ruhig und friedlich.

(Das ist schön. Ich kann mir gut vorstellen, dass es fast nichts Schöneres gibt als den Tag so zu beginnen)

Genau 🙂 Am besten noch mit einer Tasse Kaffee daneben.

FRAGE: Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Oh Gott😱😱 Ich hänge immer mit meinem Laptop auf dem Sofa vorm Fenster. Nichts Besonderes. Beim Schreiben blende ich sowieso alles aus. Aber wenn es mal schön draußen ist oder so, setze ich mich auch mal in den Garten.

FRAGE: Was brauchst du beim Schreiben?

Eigentlich nur meinen Laptop 😉 Wie gesagt, ich blende sonst sowieso alles andere aus.

(Völlig Versunken 😀 Top!)

FRAGE: Gibt es trotzdem irgendwas das dich beim Schreiben ablenkt oder dich so sehr stört das es dich auf die Palme bringt?

Oh ja. Ich muss alleine sein beim Schreiben. Und es sollte ruhig sein. Kein Fernsehen, keine Musik und so was.

Und bitte nicht ansprechen 😂

(Hahahaha. Ich glaube so wäre ich auch)

FRAGE: Wie sieht dein perfekter Schreibtag aus?

Ich stehe früh auf, aber gemütlich, mache Kaffee. Draußen ist es vielleicht noch halbdunkel, die Sonne geht auf, aber es ist Herbst und so neblig, dass man davon höchstens einen gelben Dunst über den Feldern sieht 💖 Dann mit dem Laptop und dem Kaffee vors Fenster schmeißen und loslegen. Das kann sich dann auch ruhig bis zum Nachmittag hin ziehen

(Sogar deine Antworten lesen sich wie ein Part aus einem Buch, voll cool 😀 Ich wünschte ich wäre auch ein Frühaufsteher)

Och 😀 Eigentlich bin ich das ja gar nicht. Ich komme eigentlich nicht aus dem Bett und trotzdem liebe ich es früh aufzustehen. Versteh ich selbst nicht

(Ach ich kenne das. Ich komme auch nie aus dem Bett und wenn ich es doch mal schaffe dann freu ich mich total)

FRAGE: Was liest du Privat am liebsten?

Am liebsten lese ich… hmm eigentlich nichts Bestimmtes. Alles, was ich interessant finde und mich packt. Das kann ein Artikel sein über irgendwas aus der Physik, Astronomie und über das Universum, ein antiker philosophischer Text, oder auch, wenn ich nochmal meine eigenen Geschichten durchgehe. Kurzgeschichten mag ich auch. Aber ansonsten wirklich nichts Bestimmtes.

Ich danke dir wirklich, dass du dir die Zeit genommen hast.

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