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Autor/in des Monats: März

Interview mit Christin Katja Bleeker

Katja Bleeker ist 33 Jahre jung und wurde in Ostfriesland geboren. Wie ihr gleich lesen werdet, hat sie schon sehr früh angefangen zu schreiben und hat mit 13 Jahren ihre erste Kurzgeschichte veröffentlicht.

 

FRAGE: Wie bist du zum Schreiben gekommen und wie hat es sich entwickelt?

Ich weiß es gar nicht mehr, um ehrlich zu sein. Ich habe irgendwann angefangen damit. Da muss ich so sieben oder acht Jahre alt gewesen sein und habe kleine Märchen geschrieben. Mit der Hand, auf einem zerknitterten Blatt Papier. So blieb es auch eine ganze Zeit lang. Meine ersten Geschichten habe ich mit der Hand geschrieben, auf kariertem Papier, mit meinem Lieblingsfüller, der immer kunterbunte Tinte hatte. Erst als ich meinen ersten Computer bekam, wurden die Geschichten länger als 100 Seiten und meine Finger wurden geschont. Entwickelt hat sich das Ganze von kleinen Märchen zu Horrorgeschichten, zu Liebesgeschichten, Dystopien und Dramen bis hin zu den romantischen Komödien, die ich heute schreibe und mich damit pudelwohl fühle.

 

FRAGE: Wie kommst du zu deinen Ideen?

Ganz unterschiedlich. Manchmal sehe ich etwas im TV, was mich auf die Ideen bringt, hin und wieder setze ich auch einen Teil der eigenen Erfahrungen um und es ist auch schon vorgekommen, dass ich von einem Traum inspiriert wurde.

 

FRAGE: Welches ist dein Lieblingsroman von dir?

Der ist noch nicht draußen, steht aber in der Rohversion bereits. Und wartet nur noch auf die Überarbeitung und auf sein Cover. Es ist eine Geschichte, die mir sehr am Herzen liegt. Nicht nur aufgrund der Story, sondern auch die Charaktere haben es mir besonders angetan. Das Schreiben an dem Roman war so intensiv, wie nie zuvor eine meiner Geschichten. Sie liegt mir sehr am Herzen und mich von den Protagonisten zu trennen, tat mir unglaublich weh. Da es kein Mehrteiler ist, war es ein Abschied für immer und ich habe noch immer daran zu knabbern.

(Du machst mich neugierig, ich hoffe wir dürfen es bald alle lesen. Dann können wir uns bestimmt auch nur schwer von den Charakteren trennen :D)

 

FRAGE: Was machst du, wenn es mit dem Schreiben nicht voran geht?

Eine Pause. Für ein paar Tage oder Wochen.

(Das klingt super, einfach mal den Kopf frei bekommen)

 

FRAGE: Was für eine Verbindung hast du zu deinen Charakteren? Hast du durch sie irgendwas lernen können? Wie haben sie dich geprägt und anders herum?

In jedem meiner Protagonisten steckt ein Stück von mir selbst. Sei es der Sinn für Humor, ein Problem, das sie beschäftigt oder aber auch nur gleiche Pullover. Ich kann mich mit vielen von ihnen in irgendeiner Form irgendwie identifizieren. Einige Charaktere haben mir gezeigt, dass ich mich selbst außerdem nicht immer allzu ernst nehmen sollte. Haha

 

FRAGE: Welches sind deine Lieblings Protagonisten aus deinen Romanen und welche magst du eher nicht?

Ich mag Vivien sehr gern. Auch, wenn ich ihren Namen nicht mag, daher nenne ich sie Kiwi. In der Reihe „Um Turbulenzen wird gebeten“, die ich Ende 2016 begonnen habe, zeigt sie sich von ihrer tapferen Seite. Im zweiten Teil, der 2017 erscheint, von der menschlichen Seite und zeigt, dass man auch auf den Weg nach oben mal versagen darf. Bei meinem Herzensprojekt, das ebenfalls dieses Jahr erscheinen wird, ist mir der Hauptprotagonist Max sehr ans Herz gewachsen. Teilweise vielleicht etwas zu sehr, muss ich gestehen. Ich war während des Schreibens schon ein wenig verknallt, hahaha. Ich hatte eigentlich keinen Charakter, den ich nicht gemocht habe. Wenn ich Charaktere nicht mag, sie aber dennoch einfließen lasse, vergeht mir die Lust am Projekt. Also lasse ich das lieber.

(Vivien mag ich auch sehr, sie ist einfach großartig!)

 

FRAGE: In welchen Genres bist du vertreten und welche sind noch geplant?

Ich bin in den Genres Dystopien/Krimi, Dystopie/ Thriller, Drama, Lovestory, Romantischer Thriller und Romantische Komödie (Chick Lit) vertreten. Ich würde zu gern einmal einen richtigen Thriller schreiben, aber mir fehlt noch die zündende Idee.

(Sehr vielseitig)

 

FRAGE: Wie findet dein Umfeld, dass du schreibst?

Im Großen und Ganzen bekomme ich viel Zuspruch und Unterstützung von lieben Freunden und meiner Familie, wofür ich sehr dankbar bin. Dass das nicht selbstverständlich ist, weiß ich, daher weiß ich den Support umso mehr zu schätzen. Bis dahin war es aber ein weiter Weg, denn lange bevor ich überhaupt ans Veröffentlichen gedacht habe, wurde ich für das Schreiben oft belächelt. Heute bin ich froh, dass ich trotzdem dabei geblieben bin.

 

FRAGE: Gibt es eine bestimmte Tageszeit bei der du am liebsten schreibst?

Ja, abends kann ich gut schreiben. Am Tag klappt es nicht so gut, ich habe keine Ahnung, warum, aber am Abend fließen die Ideen und die Worte einfach besser. Vielleicht liegt es an der Müdigkeit, dass ich meine Protagonisten einfach das machen lasse, was sie wollen

(Abends bin ich auch immer aktiver :D)

 

FRAGE: Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Ich habe zurzeit gar keinen, muss ich gestehen. Normalerweise sitze ich auf der Couch, den Laptop auf der Armlehne und dann geht es los, bis der Rücken weh tut oder die Beine eingeschlafen sind. Nach zwei Umzügen allerdings mag ich nicht mehr auf der „neuen“ Couch sitzen und habe mir einen kleinen, wackeligen Tisch genommen, der mir fast zusammenbricht, wenn der Laptop drauf liegt. Es wackelt beim Tippen ganz furchtbar und ich habe schon tausend Mal überlegt, einfach an den Küchentisch zu gehen es aber nie gemacht und trotzdem am wackelnden Tisch gesessen.

(Hahahaha, man hat schon seine Eigenarten:D)
FRAGE: Was brauchst du beim Schreiben?
Am besten ganz, ganz mieses Wetter. Regen, Sturm, Hagel, Gewitter. Das ist klasse. Dann meinen derzeitigen Lieblingssong in Dauerschleife, bis er mir aus den Ohren rauskommt (beim vorletzten Projekt dauerte das ein halbes Jahr), vielleicht einen viel zu süßen Kaffee, mit zu viel eiskalter Mich, der schon seit einer Stunde neben mir steht. Oder ein erfrischendes Bier.
Essen nicht, dann konzentriere ich mich eher darauf, wann ich zum nächsten Stück Schokolade greifen kann, als zu schreiben.

(Süßer Kaffee ist Teufelszeug 😀 Aber ein Bierchen finde ich klasse :D)

 
FRAGE: Was bringt dich beim Schreiben auf die Palme bzw. stört dich oder lenkt dich ab?
Wenn andere Leute im gleichen Raum sind. Und wenn es sich nicht vermeiden lässt, sollen sie wenigstens ruhig sein und sich nicht bewegen. (Ansonsten bin ich aber ein sehr geselliger Mensch, bitte glaub mir das)

(Ja sehr cool. 😀 Ja gut ich glaube dir :D)

 
FRAGE: Wie sieht dein perfekter Schreibtag aus?
Ausschlafen, Käffchen, den Tag in Pyjamas rumgammeln oder Freunde treffen (dann ohne Pyjama, sondern frisch geduscht, angezogen und gekämmt), abends eine große Pizza mit extra Käse oder eine Lasagne oder ein Essen im Restaurant mit Freunden, danach am Abend Zuhause noch einen tollen Film mit einer Tafel weißer Schokolade und dann ab 23 Uhr fange ich bis um vier in den Morgen an zu schreiben und gehe noch vor dem Sonnenaufgang ins Bett. Ich kann es nicht ausstehen, wenn es hell wird und ich noch nicht geschlafen habe, das macht mich ganz nervös.
(Die ganze Fresserei schlägt sich an so einem Tag selbstverständlich nicht auf den Hüften nieder. Ist klar, oder?)

(Ist ja dein perfekter Tag, natürlich kompensiert der Körper das Essen dann anders ;))

 
FRAGE: Was war dein lustigster „Verschreiber“?
Im Manuskript weiß ich es gar nicht mehr, allerdings fährt mein Handy meine Textnachrichten regelmäßig gegen die Wand. Autocorrect sei Dank! Das ist wesentlich witziger, als die Vertipper im Manuskript.

(Ohjaaa, da kommen manchmal total seltsame Sachen bei raus :D)

 

FRAGE: Was liest du Privat am liebsten? Hast du vielleicht ein oder zwei Buchtipps?
Ich liebe Harry Potter! Wer es noch nicht gelesen hat, sollte das nachholen. Ansonsten finde ich Klaus-Peter Wolf, Sebastian Fitzek und Veit Etzold toll. Thriller und Krimi also.
Ich lese auch gern Chick Lit, da konnte ich mich aber noch nicht festlegen, welche Autorin ich am besten finde. Die sind alle ziemlich gut.
Daher empfehle ich von Sebastian Fitzek „Abgeschnitten“. Sehr gut, sehr viel Thrill!

(Ja Thriller und Harry Potter sind tolle Sachen!)

Ich danke dir sehr, dass du dir die Zeit genommen hast

 

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