Interview mit Gabriela Swoboda

Magst du hier vielleicht ein wenig über dich Preis geben? Steckbriefmäßig?

Yep!

Gabriela Swoboda, geboren im vergangenen Jahrhundert in Wien. Ich habe einen Sohn (wird in wenigen Wochen mit seinem Rechtswissenschaften-Studium fertig) und eine Tochter (geht ins 2. Gymnasium). Nach 11 Jahren Auslandsaufenthalt in Pakistan, Hongkong und Irland hat es mich wieder in die Heimat Österreich verschlagen (ja, ich sage „verschlagen“, weil ich unter ständigem Fernweh leide), aber ich habe keine Geschwister, und auch meine Eltern brauchen langsam ein wenig Hilfe. Ich arbeite im Allgemeinen Krankenhaus in Wien, und erledige dort die Abrechnung für die Mund- Kiefer und Gesichtschirurgie. Dort lernte ich auch einen netten OP-Assistenten kennen, der schlussendlich mein Mann geworden ist (nicht der Vater meiner Kinder).

 

Vorab zum Warm werden:

Welche ist deine liebste Jahreszeit?

Frühling, der duftet so gut

Kaffee oder Tee?

Eher Kaffee, Tee aber auch manchmal

Welches ist dein Lieblingstier?

Der Luchs, wegen den netten Büscheln an den Ohren

Lieblingsort?

Irland

FRAGE: Wie bist du zum Schreiben gekommen und wie hat es sich entwickelt?

Oh, ich habe schon kleine Geschichten geschrieben, als ich noch ein Kind war. Irgendwie habe ich jedes Papierchen vollgekritzelt mit irgendwelchen Dingen, die mir gerade eingefallen sind. Später wurden kurze Geschichten draus, und dann etliche Versuche, einen Roman zu schreiben. Schlussendlich befragte ich Dr.Google : Wie schreibe ich ein Buch (Ideen waren ja genug vorhanden). Da stieß ich auf die Schule des Schreibens der Akademie Hamburg. Ich fand den Belletristiklehrgang vorerst sehr teuer, aber er dauerte ja ungefähr 3 Jahre, womit der Betrag und das Lehrangebot eigentlich erklärt waren. LACH. Also schenkte ich mir diesen Lehrgang zur bestandenen Dienstprüfung (das gab mir irgendwie den Ansporn, für diese Prüfung zu lernen). Tja und dann gings los mit Novus Ordo Seclorum – und Peng – hat geklappt.

FRAGE: Wie kommst du zu deinen Ideen?

Meistens durch ein Wort, einen Satz, einen Gegenstand, Dokumentationen, Zeitungsartikel, meine eigenen unorthodoxen Gedanken, in der Ubahn, auf der Straße, eigentlich überall und zu jeder Zeit.

FRAGE: Was machst du, wenn es mit dem Schreiben nicht voran geht?

Ich gebe mir einen Tritt in den Allerwertesten??? Nee nicht so krass. Ich beschäftige mich mit ganz anderen Dingen, bastle Glasperlenschmuck. Dabei kommen dann wieder die Ideen.

FRAGE: Was für eine Verbindung hast du zu deinen Charakteren? Hast du durch sie irgendwas lernen können? Wie haben sie dich geprägt und anders herum?

Ja also mein Antagonist hat mich gelehrt, dass ich nie so werden will wie er, und falls es überhaupt solche Menschen gibt, würde ich sie niemalsnie mögen wollen. Meine Magier haben mich gelehrt, dass Magie existiert, und mein Druide hat mir bestätigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Natürlich ist ein kleiner Teil von mir in jedem einzelnen Darsteller versteckt (außer in Magnus, der ist frei erfunden – KICHER). Somit habe ich ihnen natürlich meine Ideen zur Verfügung gestellt und sie konnten sich dann selbst entwickeln.

FRAGE: Welches sind deine Lieblings Protagonisten aus deinem Roman und welche magst du eher nicht?

Ich hasse Magnus, ich liebe Raven.

FRAGE: In welchem Genre bist du vertreten und welche sind noch geplant?

Fantasy/Thriller/Dystopie. Ich möchte eigentlich bleiben, wo ich mich gerade bewege, da ich mich dort sehr wohl fühle. Mir ist wichtig, dass immer ein wenig Mythologie darin vertreten ist und dass meine Geschichten eine gewisse Botschaft vermitteln.

FRAGE: Wie findet dein Umfeld, dass du schreibst?

Ich sag mal so – sie müssen sich damit abfinden. In meiner Familie hat eigentlich jeder ein Hobby, wobei jeder Rücksicht auf den anderen nimmt 😀 Grundsätzlich aber werde ich von meiner Familie unterstützt.

FRAGE: Gibt es eine bestimmte Tageszeit bei der du am liebsten schreibst?

Ja, definitiv die Nacht. Es ist ruhig und meine Geschichten haben immer eine dunkle Seite. Sonne hat da leider nichts zu suchen.

FRAGE: Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?

Chaotisch, das will sicher niemand wissen – hihihi

FRAGE: Was brauchst du beim Schreiben?

Ruhe, Muse, Kaffee, Zigaretten (leider) und mein Synonymwörterbuch

FRAGE: Was bringt dich beim Schreiben auf die Palme bzw. stört dich oder lenkt dich ab?

Wenn mein Mann um die Ecke so laut Dokus sieht, die mich auch interessieren. Da kann ich einfach nicht, weil ich mit einem Ohr bei den Dokus bin und die Konzentration dahin ist.

FRAGE: Wie sieht dein perfekter Schreibtag aus?

Oh Mann, den hatte ich, glaube ich noch nie. Aber ich wünschte mir so einen perfekten Schreibabend mit Stille, meiner Muse Caliope, die neben mir sitzt, mir auf die Schulter klopft, und sagt „Aber hallo, heute bist du aber wieder gut“.

FRAGE: Was war dein lustigster „Verschreiber“?

Ich habe zwei Buchstaben im Wort „schießen“ verdreht. Sorry, aber du wolltest es ja unbedingt wissen 🙂

FRAGE: Was liest du privat am liebsten? Hast du vielleicht ein oder zwei Buchtipps?

Ich lese Fantasy und Thriller und Dystopien, manchmal auch gerne mal einen guten historischen Roman. Ja, also Buchtipps hätte ich einige. So z.B. Im Dienst der Gräfin von Tereza Vanek, oder Die letzte Seele Avalons von Stephanie Scholz, oder Die Nebel von Avalon (mein absolutes Lieblingsbuch) von Marion Zimmer Bradley.

FRAGE:  Hast du auch noch andre Hobbies, die nicht mit Büchern zu tun haben?

Ja, wie schon gesagt, stelle ich sehr gerne luxuriösen Glasperlenschmuck her. Ich mag es, wenns funkelt und glitzert. Außerdem „spiele“ ich gerne mit bestimmten Grafikprogrammen herum, speziell mit mathematischen Formeln, die sich in Farben und Formen äußern – sprich Fraktale. Ich versuche mich auch gern mal in handwerklicher Kunst. Woodburning ist zum Beispiel etwas, das ich auch sehr liebe.

Ich danke dir sehr, dass du dir die Zeit genommen hast

Vielen Dank für das nette Interview. Hat wirklich Spaß gemacht – juhuuu

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