Interview mit Nadine Diab

Magst du hier einmal ein bisschen was über dich erzählen, damit die Leute dich besser kennenlernen?
(JG 1981, Journalistin) liebt das Schreiben, beruflich und privat. Schon als Kind hat sie sich Geschichten ausgedacht. Sie mag Märchenbücher, Geisterbahnen, Foxterrier, Amseln, Kitsch, Süßigkeiten, Tiere in Kostümen, Alice im Wunderland und noch ganz viele andere Dinge, die ihr Leben so bunt und lebenswert machen. Tangotanz im Hühnerstall, Nadines erstes Buch, ist allen kleinen und auch großen Menschen dieser Erde gewidmet. Es soll Liebe, Fantasie, Hoffnung, Zuversicht und Humor in ihre Herzen tragen.

 

Vorab zum Warm werden:

Lieblingsfarbe?
Momentan ist es lila. Aber eigentlich liebe ich regenbogen

Süß oder Herzhaft?
Süß!!

Lieblingseis?
Schwierig, das wechselt von Sommer zu Sommer. Diesen mochte ich sehr Schokolade, Cookies und Pfefferminz

Liebstes Spielzeug in der Kindheit?
Mein Schnuffeltuch „Nückermann“, das ich bis heute habe

Liebste fiktive Figur?
Ich liebe so viele… das ist eigentlich unmöglich zu beantworten. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich spontan sagen: Gandalf von Tolkien.

 

FRAGE: Wie bist du zum Schreiben gekommen und wie hat es sich entwickelt?
Ich habe von meiner Oma, seitdem ich denken kann, immer Märchen vorgelesen bekommen und sie hat mir viele Geschichten erzählt. Die ersten Geschichten habe ich schon früh in meinem Kopf erfunden. Ich fand es nur sehr schwer, dass was ich dachte auf Papier zu bringen. Denn mir schien die Sprache oft alles gar nicht annähernd fassen zu können. Ich bin aber immer dabei geblieben und habe geübt mit meiner Form zu jonglieren.

FRAGE: Wie kommst du zu deinen Ideen?
Sie sind irgendwann einfach da. Es ist ein Satz, eine Figur, ein Gefühl, eine Idee – das lässt mich dann nicht mehr los. Es kann dann aber noch Monate dauern, bis ich anfange zu schreiben.

FRAGE: Was machst du, wenn es mit dem Schreiben nicht voran geht?
Ich war früher sehr frustriert. Heute weiß ich, dass ich nichts erzwingen kann. Alles kommt im richtigen Moment!

FRAGE: Was für eine Verbindung hast du zu deinen Charakteren? Hast du durch sie irgendwas lernen können? Wie haben sie dich geprägt und anders herum?
Die Verbindung: LIEBE! Jede Figur ist mir ans Herz gewachsen, denn sie lebt. Bei Bauer Ewald bewundere ich seine absolute Gelassenheit und Offenheit. Dorle und Elvira bringen mich jedes Mal zum Lachen, weil sie manchmal so unglaublich affektiert sein können. Jede Figur gibt mir etwas und hoffentlich auch meinen Lesern…

FRAGE: Arbeitest du schon an einem neuen Projekt?
Ja, an mehreren! Ich bin an einer Fortsetzung von „Tangotanz“ dran und es gibt noch viele viele andere Projekte. Einige schlummern noch im Kopf, andere sind erwacht und wollen aufs Papier.

FRAGE: Welches sind deine Lieblings-Protagonisten aus deinen Romanen und welche magst du eher nicht?
Ich beziehe mich jetzt mal nur auf „Tangotanz“, alle anderen Projekte entstehen ja noch.
Ich liebe natürlich den Bauern sehr und mir ist Oskar, die Kröte, sehr ans Herz gewachsen. Unsympathisch war mir anfangs Herr von Kräh, der arrogante Hahn. Und auch Teufel, der Nymphensittich, war mir zu frech

FRAGE: In welchen Genres bist du vertreten und welche sind noch geplant?
Tatsächlich schreibe ich derzeit an einem Roman für Jugendliche, der in einer fantastischen Welt spielen wird. Auch die anderen Ideen gehen in Richtung Fantastik. Ich hab es aber nicht so mit Zuordnungen und Benennungen. Das sind für mich eher Korsetts, da mag ich mich frei von machen.

FRAGE: Wie findet dein Umfeld, dass du schreibst?
Sehr, sehr schön! Alle unterstützen mich wirklich sehr und wollen, dass ich es irgendwann hauptberuflich mache

FRAGE: Gibt es eine bestimmte Tageszeit bei der du am liebsten schreibst?
Morgens und bis nachmittags!

FRAGE: Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Chaotisch… viele Stifte; Papier und unzählige Bücher.

FRAGE: Was brauchst du beim Schreiben? Hast du irgendwelche Rituale?
Schöne Märchenbilder um mich herum. Auf jeden Fall Bücher von Michael Ende in meiner Nähe. Sie strahlen für mich etwas Einzigartiges aus, ich liebe ihn. Gerne auch Kerzen und ein schöner Duft in meinem Duftlämpchen.

FRAGE: Was bringt dich beim Schreiben auf die Palme bzw. stört dich oder lenkt dich ab?
Im Herbst: Laubbläser! Ich hasse sie einfach, da kann ich nix beschönigen. Ansonsten brauch ich einfach Ruhe. Leider geht kein laufender Fernseher und leider auch keine Musik. Ich hab es probiert, es geht nicht!

FRAGE: Wie sieht dein perfekter Schreibtag aus?
Ausschlafen, schön frühstücken, aus dem Fenster sehen und idealerweise direkt auf eine Amsel schauen (mein Lieblingsvogel). Dann den Rechner an und unbeschwert schreiben. Herrlich!

FRAGE: Was war dein lustigster „Verschreiber“?
Weiß ich tatsächlich leider nicht mehr… hmmmm!

FRAGE: Was machst du privat am liebsten? Hast du vielleicht ein oder zwei Buchtipps?
Spazieren, liebe Menschen treffen, albern sein, gute Dinge essen, Serien schauen, Tiere beobachten, baden,…
Zwei Tipps? Ich könnte jetzt zwanzig geben… meine Favoriten derzeit:
1. Patrick Rothfuss „der Name des Windes“
2. Walter Moers „der Schrecksenmeister“

 

Advertisements